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Friedrich Ludwig Jahn

Friedrich Ludwig Jahn wurde am 11. August 1778 in Lanz geboren und starb am 15. Oktober 1852 in Freyburg (Prignitz). Er war ein deutscher Pädagoge, der das Turnen in der heutigen Form einführte. Den ersten Turnplatz schuf er 1811 auf der Berliner Hasenheide. Aus der von Jahn besonders aus der nationalistischen Gründen als Mittel zur Stärkung des Willens zum Freiheitskampf gegen die napoleonische Besetzung angesehenen Art der Leibesertüchtigung entwickelte sich das heutige Geräteturnen.

Leben und Wirken

Der Sohn eines Dorfpfarrers wurde zuerst vom Vater unterrichtet. 1791 besuchte er das Gymnasium in Salzwedel (Altmark), welches 1931 nach ihm benannt wurde (Jahngymnasium Salzwedel), ab 1794 das Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin. Jahn studierte in Halle, Greifswald und an anderen Universitäten vorwiegend Geschichte und Sprachwissenschaften.

Von 1803 bis 1805 war er als Hauslehrer in Mecklenburg tätig. Dort unterrichtete er die Kinder des Barons le Fort, wo er später auch mehrfach weilte.

Geburtshaus von Jahn nach WiederaufbauAm 23. Februar 1854, kurz nach seinem Tode, hatte ein Feuer das Pfarrhaus zerstört. Angesichts der Verdienste, die sich Friedrich Ludwig Jahn als Pädagoge, Schriftsteller und Patriot erworben hatte, wurde das Pfarrhaus schon 1855 bis 56 an der gleichen Stelle wiedererrichtet.

Die Niederlage Preußens in der Schlacht von Jena und Auerstedt und die Besetzung deutscher Territorialstaaten durch Napoleon prägten die Entscheidung seines Lebens, für die Befreiung und die Einheit  Deutschlands zu wirken.  In den Jahren bis 1810 besuchte er Johann Christoph Friedrich GutsMuths in Schnepfenthal und interessierte sich dort für dessen gymnastische Übungen und schulreformerische Ideen, er war Lehrer in Berlin und gründete mit Friesen den geheimen „Deutschen Bund“.

Jahns Streben galt der Ertüchtigung junger Menschen durch Leibesübungen im Freien, verbunden mit nationaler und patriotischer Erziehung. Seine Gedanken dazu legte er in dem 1810 erschienen Buch „Das Deutsche Volkstum“ dar. Die Bemühungen um das „Turnen“ – wie er es nannte – gipfeln in der Einweihung des ersten öffentlichen Turnplatzes auf der Berliner Hasenheide (Berlin Neukölln - nördlich vom Flughafen Berlin-Tempelhof) am 18.06.1811. Auf dem Turnplatz wurden alle für die damals bekannten Übungen –Lauf, Sprung und Wurf, das Turnen an Geräten, Ringen und Spiele – benötigten Anlagen nach dem Vorbild von J. Ch. F. Gutsmuths aufgebaut.

Turnplatz Hasenheide

Auf diesem ersten öffentlichen Turnplatz in Deutschland waren häufig mehrere hundert junge Berliner aus allen sozialen Schichten gleichzeitig aktiv. Der Übungsbetrieb lief in wohldurchdachter Ordnung ab mit Riegen, Vorturnern, mit Kür und Pflicht (Turnschule). In den Pausen wurden auf dem Tie (den Germanen nachgeahmter Versammlungsort auf dem Turnplatz) über Turnen und seine Weiterentwicklung beraten, Vorträge über vaterländische Geschichte gehalten, Gesang gepflegt und Streitigkeiten geschlichtet.

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Jahndenkmal in der Berliner Hasenheide
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Widmungen am Jahndenkmal in der Berliner Heide

Seine Turner bewährten sich 1813 im Lützower Freikorps, in dem er selbst einer der Kommandanten war. Nach der siegreichen Völkerschlacht bei Leipzig war Jahn mit verschiedenen Aufträgen für die Preußische Regierung befasst (u.a. in Frankfurt/M., Wien und Paris), die ihm in Anerkennung seines Wirkens einen lebenslangen Ehrensold gewährte und die Anwartschaft auf das "Eiserne Kreuz".

In seiner Ehe mit Helene Kollhof (30.08.1814) wurden drei Kinder geboren. Am 29.05.1815 gründeten Studenten-Turner, ehemaligen Lützower die Urburschenschaft auf der Grundlage von Jahns Ideen: freie Rechte für alle Bürger, Verfassung und Einheit des Vaterlandes.

In dieser Zeit setzte er seine turnfachlichen Arbeiten fort, die 1816 mit dem Erscheinen seines mit dem Turnlehrer Ernst Eiselen verfassten Buches „Die Deutsche Turnkunst“ einen Höhepunkt erreichten. Hierin hat er die Vielfalt jener Körperübungen beschrieben, die nach seinem Verständnis unter dem Begriff „Turnkunst“ fallen: Gehen, Laufen, Springen, Schwingen am Schwingel, dem heutigen Pauschenpferd, Schweben (Balancieren), Übungen am Barren und Reck, Klettern, Ringen sowie Turnspiele, Schwimmen, Fechten, Reiten und Tanzen.

Das Wirken Friedrich Ludwigs Jahns begann, Früchte zu tragen: Bis 1819 entstanden in Preußen und anderen deutschen Staaten über 150 Turnplätze. Des Weiteren hielt Jahn in Berlin 21 Vorträge über das deutsche Volkstum, in denen er das politische System und die Kleinstaaterei angriff. In dem er diese Missstände anprangerte schaffte er sich nicht nur Freunde, sondern auch Feinde, z. B. Staatskanler Hardenberg, der das Turnen unter staatliche Aufsicht an den Schulen übernehmen wollte. Ebenfalls wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universitäten Jena und Kiel verliehen.

Am 1818/1819 wurde Jahn und sein Turnwesen auf Betreiben Metternichs in Preußen und anderen deutsche Staaten verboten, die Turnplätze wurden geschlossen. Die Auswirkung der Karlsbader Beschlüsse trafen die Turnerbewegung hart. Jahn wurde in der Nacht zum 14. Juli vom Krankenbett seines Kindes weg verhaftet und zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt, die er in Spandau, Küstrin, Berlin und Kolberg verbüßte. Die Burschenschaften wurden verboten, die Universitäten unter Staatsaufsicht gestellt und viele studentische Turner und Burschenschafter unter polizeiliche Aufsicht gestellt.

1819 starben seine Kinder Waldemar und Sieglinde an Diphterie. Nach dem Tod seiner Ehefrau Helene heiratete er am 15.02.1825 Emilie Hentsch, die ihm eine Tochter gebar. Im gleichen Jahr wurde er frei gesprochen. Die Aufrechterhaltung der Ehrenpension wurde mit der Bedingung verknüpft, sich zukünftig in keiner Universitäts- oder Gymnasialstadt nieder zu lassen. Seither wohnte Jahn mit kurzer Unterbrechung in Freybug an der Unstrut -  er hatte im September 1828 Kontakt zu Schüler und Lehrer aufgenommen und wurde dafür bis 1835 nach Kölleda ausgewiesen. Als 1838 Jahns Mietwohnung abbrannte, sucht er sich zum Bau eines Wohnhauses ein Grundstück und erwarb dieses (Weinberg) für 140 Mark. Durch Spenden von Turnern konnte er 1839 mit dem Bau dieses Wohnhauses beginnen. Jahn hat den Bau des Hauses in starkem Maße mitbestimmt, und er hat dabei die Unterbringung seiner Familienangehörigen (einschließlich der Schwiegermutter) genau bedacht.

Im Laufe der Jahre wurden die Bestimmungen gelockert und Ärzte und Pädagogen unterstützten das Wiederaufleben der Leibesübungen. 1837 wurde in den Gymnasien Leibesübungen gestattet.

1840 erfolgt seine Rehabilitierung durch König Friedrich Wilhelm IV. und die Verleihung des „Eisernen Kreuzes“ aus den Befreiungskriegen.

Mit Genugtuung, wenngleich selbst längst nicht mehr aktiv, erlebte Jahn 1842 die Aufhebung des Turnverbotes durch Friedrich Wilhelm IV. Er war in dieser Zeit  hinter dem gesellschaftlichen Fortschritt zurück geblieben. In der Revolution von1848 verstand er die revolutionären Turner nicht mehr und wurde von Zeitgenossen wegen seiner Deutschtümelei und anderem als „Turnwüterich“ kritisiert. Dennoch delegierten ihn die Turner des Merseburger Wahlbezirks als ihren ehemaligen Mitkämpfer in die Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche, die schließlich scheiterte. Der vollständige Bruch mit den Turnern erfolgte, wie sich die Turner durch Jahns reaktionäre Positionen in der Nationalversammlung verraten fühlten (offener Brief der Hanauer Turner).

Friedrich Ludwig Jahn nahm 1848 an der Gründung des Deutschen  Turner-Bundes teil. Die „Schwanenrede“, in der er sich eindrucksvoll zur deutschen Einheit bekannte, war seine Reaktion auf das Zerwürfnis mit den republikanisch gesinnten Turnern.

Am 15.10.1852 starb Friedrich Ludwig Jahn in Freyburg/Unstrut. Dort wurde er an der Stirnseite der ersten deutschen Turnhalle beigesetzt. Die Deutsche Turnerschaft baute in Freyburg unter Leitung von Fedinand Götz im Jahre1894 die Erinnerungsturnhalle und 1903 die Ehrenhalle als Jahn-Museum. Beides wurde der Stadt Freyburg als Eigentum übergeben. Aus Anlass der Olympischen Spiele in Berlin 1936 wurden seine Gebeine umgebettet. Sie fanden ihre letzte Ruhestätte im Ehrenhof seines Wohnhauses. Sein ehemaliges Wohnhaus ist heute das einzige Jahn-Museum in Deutschland.

Die Erinnerungsturnhalle

Am 10. Juni 1894 trafen sich 3.000 Turner aus allen Turngauen Deutschlands und Österreichs zur Einweihung dieses Bauwerks, das beiden Zielen dienen sollte - dem ehrenden Gedenken an den großen Patrioten, den Turnvater Jahn, und dem Turnen nach seiner Lehre, wie er sie in seinem Hauptwerk "Die Deutsche Turnkunst" 1816 dargestellt hatte.

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In der Schenkungsurkunde der Deutschen Turnerschaft an die Stadt Freyburg ist dieser doppelte Zweck so ausgewiesen:

"Die Stadtgemeinde Freyburg übernimmt die Turnhalle samt dem neu hergestellten Grabdenkmale und den in der Halle befindlichen Geräten und... überlässt das hinter der Halle ... gelegene Zimmer zur Aufnahme eines im Eigentum der Deutschen Turnerschaft bleibenden Jahn-Museums..."

clip_image016.jpg (13834 Byte) Die Giebelseite der Halle wurde über der alten Grabstätte mit der Büste Jahns als Ort für Gedenkveranstaltungen hergerichtet.

Bis heute dient diese Erinnerungsturnhalle den Schulen und Vereinen Freyburgs, wird aber auch vom Landesturnverband Sachsen-Anhalt für seine Lehrarbeit genutzt.

Mit dem 1994 begonnenen Einbau eines Sanitärtraktes wird sich die Halle, aber auch die benachbarte Ehrenhalle günstiger für die verschiedensten Zwecke nutzen lassen.

Die Ehrenhalle

Schon bald nach der Einweihung der Turnhalle erwies sich der Museumsraum als zu klein - und so betrieb die Deutsche Turnerschaft, insbesondere ihr Vorsitzender Ferdinand Goetz, den Bau eines Jahn würdigen Museums, für das die Opferbereitschaft der deutschen Turner aufs neue gefordert wurde.

Am 27. September 1903 konnte das großzügige Bauwerk eingeweiht werden. In Anerkennung dieser Leistung wurde Goetz zum Ehrenbürger Freiburgs ernannt.

Einweihung der Ehrenhalle     Blick auf die Apsis     Blick auf die Stirnseite

Heute deutet der Name Ehrenhalle auf die gewandelte Funktion des Hauses: Das Museum hat seit 1936 seinen Platz im Wohnhaus Jahns gefunden, und das bisherige Museum dient, nun Ehrenhalle genannt, für festliche Veranstaltungen, für wissenschaftliche Tagungen, auch für andere Nutzer.

    

Dennoch hat sich der Charakter der Gedenkstätten erhalten: die Fenster sind durch die Städte, in denen deutsche Turnfeste stattfanden, herrlich gestaltet - und seit 1992 hervorragend restauriert.

clip_image024.jpg (10970 Byte)   clip_image026.jpg (5213 Byte) Dennoch hat sich der Charakter der Gedenkstätten erhalten: die Fenster sind durch die Städte, in denen deutsche Turnfeste stattfanden, herrlich gestaltet - und seit 1992 hervorragend restauriert.

Das große Jahn-Standbild wirkt als Blickfang an der Stirnseite.
Angaben zum Künstler:
Georg Renatus Meyer-Steglitz
1868-1929, Bildhauer in Berlin

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Sein Sockel trägt eingemeißelt jenen "Hochgedanken", wie Jahn selbst ihn nannte, mit dem er sein lebenslanges Streben, das Ziel seines Wirkens, ausdrückte:

"Deutschlands Einheit war der Traum meines erwachenden Lebens,
das Morgenroth meiner Jugend,
der Sonnenschein der Manneskraft,
und ist jetzt der Abendstern, der mir zur ewigen Ruhe winkt."

Jahn Museum

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Museumsleiterin:

Frau Ilona Kohlberg

Friedrich-Ludwig-Jahn - Museum
Schlossstraße 11
06632 Freyburg / Unstrut

Tel.: 034464 / 27426
Fax: 034464 / 66560
Email: info@jahn-museum.de                                                                                                    www.jahn-museum .de

 

Turnpferd von 1812

 

Die Ausstellung im Museum dokumentiert das Leben Friedrich Ludwig Jahns und würdigt seine Bedeutung für die Entwicklung der Turnbewegung in Deutschland. Zum Inventar des Museums gehören heute noch Stücke aus seinem Nachlass, so z.B. auch das berühmte Turnpferd.                                                                                                                                                                                                                                 Turnpferd von 1812

Neben dem Erdgeschoss mit der Ständigen Ausstellung werden auch der Keller und das Obergeschoss für Museumszwecke genutzt: das Obergeschoss dient der Präsentation von Sonderausstellungen, als Bibliothek (mit einem entsprechenden Arbeitsraum) sowie als Magazin für die Aufbewahrung zeitweise nicht für die Ausstellung benötigter Stücke aus dem reichhaltigen Museumsfundus.

Der Keller birgt einen als Begegnungsstätte gestalteten Raum.

Grab und Wohnhaus Jahns

 

 

 

1936 erfolgte die Umbettung der Gebeine Jahns aus der "Erinnerungsturnhalle" in die Gruft auf seinem Grundstück.

 

 

 

Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei

Turnerkreuz (FFFF) am Giebel eines Sportlerheims in Eisenberg

Der Turnwahlspruch „Frisch, fromm, fröhlich, frei“ geht auf den „Turnvater“ Jahn  zurück, der 1816 in seinem Buch „Die deutsche Turnkunst“ eine ähnliche Formulierung gebraucht hatte. Die heute bekannte Form wurde von dem Sportpädagogen Hans Ferdinand Maßmann, einem Schüler Jahns, geprägt und geht auf einen Studentenspruch des 16. Jahrhunderts zurück. Die Abkürzung FFFF wurde zum so genannten „Turnerkreuz“ zusammengestellt.

Die vier „F“ bedeuten Folgendes:
Frisch
ans Werk!
Fromm
im Glauben an die Gemeinnützigkeit und Wertbeständigkeit des Schaffens
Fröhlich
untereinander
Frei
und offen in allem Handeln

Turngesetze

  1. Jeder, der Mitglied der Turngemeinschaft werden will, muss zuvor versprechen, der Turnordnung nachzuleben, und nicht anders zu handeln - auf keinerlei Weise.
  2. Jeder soll nur in grau leinener Turntracht auf den Turnplatz kommen.
  3. Kein Turner soll einigen Unwillen, Fehde und Feindschaft, so er mit einem und dem anderen Mitturner hat, während der Turnzeit und auf dem Turnfelde äußern; sondern jeder soll bloß turnen - und in Friede, Freude und Freundschaft.
  4. Es soll auch keines Hasses oder Grolles auf dem Turnfelde gedacht werden; und eben so wenig auf dem Hingang und Heimgang, auch auf keinen Turnfahrten.
  5. Jeder Turner darf nur auf den bezeichneten Wegen und Stegen zum und vom Turnplatze kommen und gehen, (weder durchkriechen, noch übersteigen, auch nicht überspringen).
  6. Beim Kommen und Gehen muss jeder Turner auf den Tie gehen, und am Dingbaum schauen, was vor ist, was es gibt und was jedermann kund und zu wissen Not tut.
  7. Welcher Turner irgend etwas erfährt, was für ihn und wider die Turnkunst und unsre Übung derselben Freund oder Feind sprechen, schreiben und wirken: muss davon sogleich Anzeige machen, damit zu seiner Zeit und an seinem Orte aller solcher Kunden - mit Glimpf oder Schimpf - könne gedacht werden.
  8. Und so soll ein Jeder nach unserm löblichen Turnbrauch sich richten und nicht neusüchtig Neuerungen aufbringen, ohne vorherige Rücksprache und Beratung.

Chronologie

11.08.1778 geboren als Sohn des Dorfpfarrers zu Lanz
1791 - 1794 Gymnasium in Salzwedel
1794 - 1795 Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin (ohne Abschluss)
1796 - 1803 Studium in Halle, Greifswald und Besuch weiterer Universitäten
1803 - 1805 Hauslehrer in Mecklenburg
1805 - 1806 Fortsetzung des Studiums in Göttingen
1806   * Sieg Napoleons bei Jena und Auerstedt
*Jahn wird Zeuge der Niederlage Preußens und der Okkupation   anderer deutscher Staaten Deutschlands und trifft die Entscheidung seines Lebens, für die Einheit und Freiheit Deutschlands zu wirken.
1807 Besuch bei Gutsmuths in Schnepfenthal (Besichtigung des dortigen Gymnastik-Platzes)
1809 Lehrer am Grauen Kloster in Berlin
* vergeblicher Versuch einer akademischen Karriere
1810 * Hilfslehrer an der Plamannschen Anstalt 
* gründet mit Friesen den geheimen "Deutschen Bund"
* führt Schüler zu Leibesübungen und Spielen ins Freie
* Das Buch "Deutsches Volksthum" erscheint.
18.06.1811 * Eröffnung des 1. öffentlichen Turnplatzes auf der Berliner Hasenheide
* Jahn stellt das Turnen auch in den Dienst der patriotischen Erziehung zur Vorbereitung auf den Befreiungskrieg.
1813 Turner und Studenten bewähren sich im Lützower Freikops, Jahn selbst ist einer der Kommandeure.
16.- 19.10.1813 Völkerschlacht bei Leipzig
24.07.1814 Jahn besucht aus Paris kommend die Wartburg (Eintragung)
30.08.1814 Hochzeit mit Helene Kollhof
1814 * Hardenberg sichert Jahn ein jährliches Ehrengehalt zu,
* Jahn fordert: ...freie Rechte, Verfassung. Einheit des Vaterlandes
1814 – 1815 * In verschiedenen Aufträgen für die preußische Regierung tätig, unter anderem in Frankfurt/M., Wien und Paris
* lebenslanger Ehrensold und Anwartschaft auf das "Eiserne Kreuz"
29.05.1815 Studenten-Turner, ehemalige Lützower, gründen in Jena nach Jahns Ideen die Urburschenschaft
1815 - 1819 Geburt seiner drei Kinder
1816 In Berlin erscheint Jahn/Eiselen: "Die Deutsche Turnkunst"
1817 * Höhepunkt der patriotischen Turnbewegung
* über 100 Turnplätze in Preußen, 1074 Turner in der Hasenheide
* Jahn hält in Berlin 21 Vorträge über "Deutsches Volkstum" mit Angriffen gegen Reaktion und Kleinstaaterei
* Wartburgfest
* Ehrendoktorwürde der Universitäten Jena und Kiel für Jahn
1818 Turnfehde
14.03.1819 Turnplatz in der Hasenheide nicht zur jährlichen Wiedereröffnung freigegeben
23.03.1819 Student Sand ermordet Kotzebue
13.07.1819 In der Nacht zum 14.Juli wird Jahn vom Krankenbett seines Kindes weg verhaftet und fünf Jahre in Spandau, Küstrin, Berlin und Kolberg gefangen gehalten.
31.08.1819 "Karlsbader Beschlüsse" - Demagogenverfolgung, Verbot der Burschenschaft und des Turnwesens –
1819 Seine Kinder Waldemar und Sieglinde sterben an Diphterie
1823 Ehefrau Helene stirbt
13.01.1824 Urteil in erster Instanz und Selbstverteidigung
15.02.1825 Hochzeit mit Emilie Hentsch
15.03.1825 * Freispruch und Weiterzahlung der Ehrenpension unter der Bedingung, sich in keiner Universitäts- oder Gymnasialstadt Deutschlands nieder zu lassen
* Wohnsitz in Freyburg/Unstrut
1828 Verbannung nach Kölleda
1836 Rückkehr nach Freyburg
1838 Mietwohnung brennt ab
1838 - 1839 Bau des Wohnhauses in Freyburg nach eigenen Plänen
1840 Rehabilitierung durch König Friedrich Wilhelm IV. und Verleihung des "Eisernen Kreuzes"
1842 Aufhebung des Turnverbotes
1848 * Märzrevolution
* Abgeordneter der Deutschen Nationalversammlung
* Teilnahme an der Gründung des Deutschen Turnerbundes
* Zerwürfnis mit den republikanisch gesinnten Turnern
* "Schwanenrede"
1849 Scheitern der Nationalversammlung
15.10.1852 Friedrich Ludwig Jahns stirbt in Freyburg

Quellen:
www.wikipedia.de
www.jahn-museum .de